Erstellen Sie Finanzberichte noch in Excel? Warum moderne Kernsysteme die bessere Wahl sind
- Juni 2 2026
- tech11 GmbH
Wie viel Zeit verbringen die Finanzteams tatsächlich mit dem Abgleich von Versicherungsdaten?
Für viele Versicherer lautet die Antwort: zu viel. Trotz laufender digitaler Transformationsbemühungen hängt die Finanzberichterstattung oft noch von Excel-Tabellen, manuellen Anpassungen und fragmentierten Datenquellen ab - was ein strukturierter Prozess sein sollte, wird so zu einer wiederkehrenden operativen Herausforderung.
Das anhaltende Problem
In vielen Unternehmen basiert die Finanzberichterstattung immer noch auf einem Flickenteppich von Tools und Prozessen:
- Excel-basiertes Reporting
Tabellenkalkulationen bilden nach wie vor das Rückgrat des Berichtswesens und werden mit der Zeit immer komplexer, fehleranfälliger und schwieriger zu pflegen. - Manuelle Abgleiche
Finanzteams verbringen viel Zeit damit, Zahlen aus verschiedenen Systemen abzugleichen, Diskrepanzen zu erkennen und Unstimmigkeiten manuell zu korrigieren. - Datenexporte aus mehreren Systemen
Betriebs-, Schaden- und Policensysteme arbeiten oft in Silos, was eine wiederholte Datenextraktion und -konsolidierung erfordert, bevor die Berichterstattung überhaupt beginnen kann.
Dieser Aufbau verlangsamt nicht nur die Berichtszyklen, sondern birgt auch Risiken - sowohl in Bezug auf die Genauigkeit als auch auf die Überprüfbarkeit.
Warum Finanzdaten von Versicherungen so komplex sind
Die Finanzdaten von Versicherungen sind von Natur aus komplex, da sie auf einer Vielzahl miteinander verbundener Transaktionstypen beruhen.
Prämien stellen eingehende Einkommensströme dar, während Ansprüche Auszahlungen widerspiegeln, die sich im Laufe der Zeit entwickeln können. Provisionen fügen eine weitere Ebene hinzu, die die Finanzströme mit den Vertriebspartnern verknüpft. Anpassungen - seien es Korrekturen, Stornierungen oder Indossamente - verändern ständig bestehende Transaktionen. Darüber hinaus müssen Reserven berechnet und aktualisiert werden, um zukünftige Verbindlichkeiten zu berücksichtigen.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass alle diese Elemente nicht statisch sind. Sie ändern sich im Laufe der Zeit, stehen in Wechselwirkung zueinander und müssen in der Finanzberichterstattung genau wiedergegeben werden.
Gleichzeitig sind die Versicherer strengen aufsichtsrechtlichen und prüfungsrechtlichen Anforderungen unterworfen. Jede Zahl in einem Finanzbericht muss bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden können. Das bedeutet, dass es bei der Berichterstattung nicht nur um Aggregation geht, sondern auch um eine vollständige, transparente und prüfbare Nachverfolgung aller Transaktionen.
Wo die Berichterstattung scheitert
Die wirklichen Probleme ergeben sich oft nicht aus den Daten selbst, sondern aus der Art und Weise, wie sie in den verschiedenen Systemen verarbeitet werden.
- Unverbundene Systeme
Betriebliche Systeme und Buchhaltungssysteme sind oft nicht vollständig integriert, was zu Unstimmigkeiten zwischen Geschäftsvorgängen und Finanzaufzeichnungen führt. - Batch-basierte Datenflüsse
Daten werden in Intervallen und nicht in Echtzeit übertragen, was zu Verzögerungen führt und die Wahrscheinlichkeit von Unstimmigkeiten erhöht. - Manuelle Abstimmungsprozesse
Da die Systeme nicht aufeinander abgestimmt sind, müssen die Finanzteams Unterschiede manuell abgleichen, was die Berichterstattung zu einer zeitaufwändigen und sich wiederholenden Aufgabe macht.
Das Ergebnis ist ein Mangel an Vertrauen in die Daten und eine starke Abhängigkeit von manueller Validierung, bevor Zahlen endgültig festgelegt werden können.
Die Rolle von Kernsystemen bei Finanzdaten
Moderne Kernsysteme verfolgen einen anderen Ansatz, indem sie die Finanzdatenströme direkt in ihre Architektur einbetten.
Anstelle fragmentierter Prozesse schaffen sie einen strukturierten Fluss:
Kernsystem → Nebenbuch → Hauptbuch → Berichtswesen
Diese Architektur stellt sicher, dass jede im operativen System erfasste Transaktion konsistent in den Finanzunterlagen wiedergegeben wird.
- Transparenz der Transaktionen
Jede Finanzbewegung kann bis zu ihrer Quelle zurückverfolgt werden, so dass die Entstehung der Zahlen vollständig nachvollziehbar ist. - Automatisierter Abgleich
Da die Datenflüsse integriert sind, werden Diskrepanzen minimiert und der Abgleich wird weitgehend automatisiert. - Prüfbarkeit
Ein klarer und konsistenter Datenpfad erleichtert die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und vereinfacht Audits.
Durch den Abgleich von Betriebs- und Finanzdaten auf Systemebene wird das Berichtswesen zu einem Nebenprodukt der täglichen Geschäftsaktivitäten und nicht zu einem separaten, manuellen Prozess.
Was Finanzteams tatsächlich gewinnen
Für die Finanzteams hat diese Umstellung eine direkte und messbare Auswirkung.
Die Abschlusszyklen werden erheblich beschleunigt, da weniger Zeit für das Sammeln und Validieren von Daten aufgewendet werden muss. Der manuelle Abstimmungsaufwand wird reduziert, wodurch Ressourcen für strategischere Aufgaben freigesetzt werden. Gleichzeitig verbessert sich die finanzielle Transparenz - die Teams erhalten Zugang zu zeitnahen und zuverlässigen Daten, die eine bessere Entscheidungsfindung ermöglichen.
Anstatt sich auf die Korrektur von Zahlen zu konzentrieren, können sich die Finanzteams auf das Verständnis und die Steuerung des Unternehmens konzentrieren.
Moderne Versicherungsplattformen integrieren Finanzdatenströme zunehmend direkt in ihre Architektur und helfen Versicherern, die Konsistenz zwischen operativen Transaktionen und Finanzberichten zu wahren. Dieser Wandel reduziert nicht nur die Komplexität, sondern schafft auch die Grundlage für schnellere, zuverlässigere und transparentere Finanzprozesse.
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